Am Spielfeldrand der Ersten Allacher Damen

 

… Allachs Erste Damenmannschaft wird in der Saison 2020/21 weiterhin von Zita Csonka-Szirmai (Zizi/ Zi, 33) trainiert. Das Trainergeschäft ist für Zita noch recht neu, denn erst im Oktober des letzten Jahres gab sie ihr Trainerdebüt auf der Bank der Allacher Damen. In ihrer Rolle als Trainerin hat sie aber mindestens genauso viel Spaß, wie sie in ihren Jahren als aktive Spielerin in verschiedenen Vereinen hatte. Sie ist überzeugt, dass die Mannschaft und sie selbst viel voneinander lernen können. Ihre eigene Karriere startete sie in Ungarn, wo sie bis zur A-Jugend in Dunaferr (Dunaújváros) spielte, bevor sie zum DAC (Dunaújváros) in die 3. Liga wechselte. In Deutschland spielte sie zunächst eine Saison beim Post SV (2010/11), danach beim ASV Dachau (Landesliga, BOL), wo sie bis 2015 aktiv war und schließlich aus zeitlichen Gründen aufhörte.

 

Was macht dich als Trainer aus?

Ich bin erst seit Oktober 2019 Trainerin und habe daher noch einen langen Weg vor mir, auf dem ich noch viel lernen muss. Auf diesem Weg kriege ich sehr viele Unterstützung von meinem Mann András Csonka. Oft erzähle ich ihm, was ich mit den Mädels im Training plane und es macht mir Spaß mit ihm über den Handballsport zu brainstormen. Soweit seine Verpflichtungen bei der männlichen C1 es zulassen, trainiert er auch mit unseren Torhütern. Bisher versuchte ich als Trainerin viel Wert auf die Kommunikation und die Kreativität zu legen – beispielsweise mit einem Escape-Game in der Kabine. In einem Konflikt findet man oft keine Lösung. Jedoch ist es mir wichtig, dass jeder seine Gedanken und Meinungen äußern kann – das macht ein Team aus und nur so können wir gewinnen. Ich finde es wichtig, die verschiedenen persönlichen Prioritäten und Kapazitäten der einzelnen Spielerinnen mit den Zielen der Mannschaft in Einklang zu bringen. Sportlich gesehen, sollen die Übungen anstrengend sein, aber auch für gute Laune sorgen – zumindest ein bisschen. Aber auch Ernsthaftigkeit und Flexibilität dürfen nicht fehlen.

 

Welche Ziele verfolgst du für die Saison 20/21?

Langfristig ist es das Ziel, weiter oben zu spielen. Im Moment entscheide ich aber abhängig von den aktuellen Umständen und Trainingsbedingungen, wie ich das Team Schritt für Schritt bestmöglich auf die kommende Saison vorbereite. Ich freue mich auf die „normalen“ Handballtrainings. Wir bauen auf die letzte Saison auf und werden versuchen, unser Repertoire im Angriff und in der Abwehr zu erweitern.

 

Worin siehst du die größte Herausforderung für die Saison 20/21?

Das Gefühl der Unsicherheit wegen Corona wird uns noch eine Weile verfolgen. Außerdem ist unser Kader sehr klein. Die Mannschaft ist jedoch – abgesehen von zwei Wechseln – gleichgeblieben und wir können dort weitermachen, wo wir im März aufgehört haben. Die drei Ex-A-Jugend-Spielerinnen, Daniela Blum, Bianca Trapp und Janice Toegle unterstützen uns. Claudia Obernöder möchte nach der Babypause wieder dabei sein. Auch Martina Baumer und Martina Sedlmaier aus der Damen 2 überlegen sich, bei uns mitzuspielen. Die Mädels sind jung, motiviert und offen, auch schwierige Situationen zu meistern. So können wir die härteren Zeiten auch gut managen.

 

Wie soll die Zusammenarbeit mit der A-Jgd aussehen?

Bereits für die Vorbereitung war der Plan, dass die A-Jugend-Spielerinnen bei uns oder den Damen 2 mittrainieren. Aufgrund der aktuellen Corona-Regeln wurde jedoch besprochen, dass sie erstmal nur bei der wA1 bleiben. Sobald die Bedingungen gelockert werden, sind sie natürlich auch bei uns herzlich willkommen. Für sie ist es eine sehr gute Entwicklungsmöglichkeit und langfristig gesehen ist es gut, sie so früh wie möglich in die Damenmannschaften zu integrieren.