JBLH: TSV Allach 09 – HSG Konstanz 41:30 (21:15)

Mit voller Konzentration und Tempohandball zum Erfolg

Samstagnachmittag, kurz vor 16.00 Uhr „Handball-Primetime“ in Allach. Bei bestem Herbstwetter strömen wieder unglaublich viele Handballfreunde aus dem Münchner Norden und dem Umland zusammen, um das mit großer Spannung von Mannschaft und Trainerteam erwarteten Jugendbundesligaspiel der „Allacher Buam“ anzusehen.

 

Die Spielpause des vorangegangenen Wochenendes verschaffte der Mannschaft einerseits ein wenig Luft, nachdem zuvor vier anstrengende Wochen mit strengem Trainings- Spiel- Rhythmuswechsel den Alltag bestimmten, andererseits hatten aber auch einige Spieler mit Erkältungen zu kämpfen oder mussten aufgrund von Schul- oder Uni-Veranstaltungen das ein oder andere Training absagen. So stand quasi erst im Abschlusstraining fest, dass die Trainer bis auf den verletzten Luca und die durch Sperre gefährdeten Spieler, die in der ersten und zweiten Mannschaft eingesetzt werden, auf ihr gesamtes Team würden zurückgreifen können.

 

Der Anpfiff erlöste dann auch das angespannte Heimpublikum, das noch nicht so recht wusste, wie stark der Gegner vom Bodensee einzuschätzen sein würde. Die Allacher Jungs zögerten aber keine Sekunde um dem Gegner zu verdeutlichen, dass sie hier die Hausherren sind: Nach zweieinhalb Spielminuten gelang ihnen bereits das 3:1. Zwei Minuten später konnte Konstanz zwar noch einmal zum 3:3 ausgleichen, dies sollte allerdings der letzte Einstand der Gäste in dieser Partie bleiben. Darauf sorgte ein Vier-Tore-Lauf der Allacher (9:4) zu einer zunächst recht komfortablen Führung und das bereits in der 10.Spielminute. Mit Tempohandball hatten die „Allacher Buam“ für einen gelungenen Start gesorgt. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit agierten dann die A-Jugendlichen in ähnlicher Art und Weise, die Gäste fanden nur schwer ein Mittel gegen den variabelen Allacher Angriff, wobei an diesem Tag besonders Fabian Winter erfolgreich zum Abschluss kam und als Folge dann relativ schnell manngedeckt wurde, was sich allerdings nicht auf den Spielfluss auf Seiten unserer Jungs bemerkbar gemacht hätte. Der gewonnene Freiraum kam im Gegenteil anderen Spielern entgegen, sodass besonders die Außenspieler ihre Chance nutzen konnten. Beim Spielstand von 21:15 gingen die Teams in die Pause.

 

In Hälfte zwei bot sich dann dem lautstark anfeuernden Publikum wieder eine über weite Strecken konzentriert agierende Mannschaft, bei der von Seiten der Trainer immer wieder personelle Veränderungen vorgenommen wurden, sodass alle Spieler ihre Anteile bekamen. In der 36. Spielminute gelang es den „Allacher Buam“ zum ersten Mal eine Zehn-Tore-Differenz herzustellen, das 27:17 stand auf der Anzeigetafel. Die zweite Halbzeit zeigte dann allerdings zum Teil ein etwas hektisches Spiel, die Zwei-Minuten-Strafen häuften sich auf beiden Seiten und der geradlinige Spielfluss war zum Teil etwas verloren gegangen. Am Ende siegten die Hausherren nach einer insgesamt überzeugenden Teamvorstellung mit 41:30 und feierten damit ihren vierten Doppelpunkt in der Jugendbundesliga.

 

Fazit: Die Trainer sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft, die schon vielfach gepriesene mannschaftliche Geschlossenheit war erneut der Schlüssel zum Erfolg. Darüber hinaus hätten die Jungs besonders in der Offensive ihre Vorgaben erfüllt und durch präzise Vorarbeit die Basis zum Torerfolg gelegt. In der Abwehr hätten die Allacher nach Aussage von Trainer Fabian Heck allerdings zum Teil noch konsequenter gegen den starken Kreisläufer der HSG agieren müssen.

Während also das Trainergespann Krauß/ Heck/ Holzer noch „Stellschrauben“ an ganz verschiedenen Stellen im Team findet, feierten die Allacher Fans ihr Team am Ende der 60 Minuten mit stehenden Ovationen und frenetischem Beifall. Die „Allacher Buam“ genossen ihrerseits die euphorisierte Zuschauermenge der etwa 400 Handballbegeisterten, die ihnen zujubelte.