JBLH: TSV Allach 09 : HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen 31:33 (12:16)

Knappe Heimniederlage der AllacherBuam

Samstag, 16.00 Uhr, Anpfiff in der Eversbuschhalle in „handballach“. Zu Gast zum ersten Spiel in der Meisterrunde der Nachwuchs des Bundesligisten HSG Wetzlar (HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen). Die mit gut 600 Zuschauern wieder bestens gefüllte Halle ist in großer Erwartung, wie sich die AllacherBuam nun dieser noch größeren Herausforderung stellen würden.

Gleich zu Beginn der Partie zeigte sich, dass mit der HSG eine körperlich sehr präsente und kompakte Mannschaft in die bayerische Landeshauptstadt gekommen war, druckvoll agierten die Gäste von Anfang an und gingen mit zwei Toren in Führung. Die Allacher ließen jedoch nicht abreißen, sondern parierten (3:4 in der 9. Minute, 6:7 in Spielminute 13 und 9:10 in der 18. Minute). Allerdings zeigten sich bereits in dieser Spielphase die beiden großen Stärken der HSG: hervorragende individuelle Spieler, die im 1:1 immer wieder um eine Nasenlänge vorne waren, sodass Allach beispielsweise den Vorteil des Überzahlspieles zu wenig nutzen konnte, zum anderen zwei ganz starke Keeper. Gleichzeitig unterliefen unserer Mannschaft zu viele technische Fehler und auch unsere ansonsten zuverlässigen Siebenmeterschützen zeigten Nerven. Und so gelang es den Gästen in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit den Abstand ein erstes Mal auf 4 beziehungsweise 5 Tore zu vergrößern. Das Mannschaftsgefüge auf Seiten der Hausherren erwies sich, lautstark angefeuert von den begeisterten Zuschauern, wieder als sehr stabil. Keiner steckte „den Kopf in den Sand“, sondern man agierte mit allen Kräften in der Abwehr und versuchte über verschiedene Positionen zum Torerfolg zu gelangen. Das Durchsetzungsvermögen von Cedric Riesner am Kreis erwies sich dabei als besonderes Druckmittel. Beim Spielstand von 12:16 verabschiedeten sich beide Teams in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen den erspielten Vorsprung durch konstante, zielgerichtete Angriffs- und robuste Abwehrarbeit zu halten, stets trennten die AllacherBuam vier/ fünf Tore vom Anschlusstreffer. Etwa 20 Minuten vor Spielende starteten dann die Hausherren noch einmal eine Energieoffensive, ein Drei-Tore-Lauf (Tobi Schimpf, Philipp Hlawatsch, Cedric Riesner) innerhalb von zwei Spielminuten ließ durchblicken, dass man sich zu Hause nicht kampflos geschlagen geben wollte. Und nach einem Treffer von Wetzlar in der 42. Spielminute (19:22) antworteten zuerst Tobi Schimpf und Tobi Hübner mit zwei Toren (21:22), bevor nach dem 21:23 durch Wetzlar Luca Hasekamp den Anschluss- und Cedric Riesner den Ausgleichstreffer erzielen konnten. Somit war in der 46. Spielminute die Partie wieder offen. Die Aufholjagd der Mannschaft hatte auch die Eversbuschhalle zum Beben gebracht, bei jedem Torerfolg sprangen die Zuschauer von ihren Plätzen auf und jubelten. Bis zur 53. Spielminute hielten die Allacher A-Jugendlichen den unmittelbaren Anschluss, bevor die HSG erneut mit zwei (28:30 in der 54. Minute) beziehungsweise drei Toren in Führung gehen konnte (28:31 in der 56. Minute). Das Team-Timeout auf Seiten der Gastgeber bündelte noch einmal die Kräfte im Team, Cedric erzielte den ersten Treffer im Anschluss daran und Vitus Baumgartner verwandelte seinen Siebenmeter (30:31 in der 57. Spielminute). Die HSG ließ sich in dieser heiß umkämpften Schlussphase jedoch nicht aus dem Konzept bringen, sauber brachte das Team seine Angriffe zu Ende und konterte jeweils mit unhaltbaren Abschlüssen. Mit einem Zähler in Führung bei gleichzeitigem eigenen Angriff nahmen die Gäste knapp 30 Sekunden vor Abpfiff ihr Team-Timeout. Der mit insgesamt 11 Toren, davon acht in der 2. Halbzeit, erfolgreichste Schütze der HSG Wetzlar (Jan Waldgenbach), netzte schließlich erfolgreich zum 31:33 20 Sekunden vor Spielende ein. Nichtsdestotrotz, die Allacher Mannschaft wurde von den Zuschauern mit unglaublichem Beifall für ihre Leistung belohnt.

 

Fazit: Die Niederlage ging an diesem Samstagnachmittag dem Spielverlauf nach in Ordnung. Die HSG Wetzlar hat sich als sehr sympathische, handballerisch hervorragend aufgestellte „Truppe“ erwiesen. Unsere Jungs haben im Spielverlauf nie aufgesteckt, sie haben gekämpft und das Spiel in der zweiten Halbzeit noch einmal offen gestaltet.

Es ist müßig darüber nachzudenken, ob der ein oder andere technische Fehler, ein Zögern zu viel in der Abwehr oder ein verworfener Siebenmeter der sonst so treffsicheren Schützen nicht auch Folge der enormen emotionalen Belastung geschuldet war, der sich die Mannschaft seit dem Vortag ausgesetzt sah. Was zählt ist, dass Mannschaft und Trainer in den noch verbleibenden 13 Spieltagen alle Kräfte bündeln und gemeinsam an einem Strang in dieser „geilen Saison“ ziehen!

Das Abenteuer in der Meisterrunde geht am kommenden Samstag weiter, wenn das erste Auswärtsspiel beim Traditionsklub VfL Gummersbach ansteht.

 

Die Mannschaft möchte sich ganz herzlich bei ihrem phantastischen Publikum bedanken! Wie eine Wand stand die Eversbuschhalle hinter dem Team und honorierte dessen Leistungen in einem Jugendhandballspiel auf höchstem Niveau.