Handball weibl. B1 Jugend HC Erlangen – TSV Allach 18:15 (7:6)

Ein bitterer Punktverlust gegen den HC Erlangen

 

Dass man beim Auswärtsspiel in Erlangen gegen den Tabellennachbarn verliert, das kann passieren. Dass man so verliert, das ist ärgerlich. Aber warum man verliert, das ist wiederum nachvollziehbar, denn die (eingespielte) Personaldecke der Allacher war einfach zu dünn …

 

Wie kommt es zu diesem Zustand? Spielführerin Feli geht dem Team schon seit Monaten ab, ihre Genesung erfolgt in kleinen Schritten. Dass sie trotzdem zu jedem Spiel ihrer Mannschaft dabei ist und diese unterstützt, ein Zeichen großer Loyalität ihrem Team gegenüber! Vor zwei Wochen dann die Hiobsbotschaft vom BHV-Turnier in Berlin: Pia W. hat sich, wie schon vor eineinhalb Jahren, so schwer verletzt, dass sie für den Rest der Spielsaison ausfallen wird. Somit fällt die zweite der ganz erfahrenen und „abgeklärten“ Spielerinnen aus, jemand, der nie aufgibt zu kämpfen und immer 100% auf der Platte ist. Diesen Rückschlag persönlich zu verarbeiten ist sehr hart und die ganze Mannschaft hofft, dass du den Kopf nicht zu weit sinken lässt, Pia!

 

Somit reisten dann noch sieben eingespielte Feldspielerinnen und unsere zwei Torfrauen nach Erlangen, unterstützt durch Pia B. und Valerie, die aus der zweiten Mannschaft aushalfen, DANKESCHÖN!!!, sowie Nele R., die ihr Comeback nach langer Verletzungspause feierte, schön, dass du nun auch mit dabei bist!

 

Der eigentliche Spielverlauf lässt sich dann recht schnell zusammenfassen: Von Beginn an überraschten die Allacherinnen durch viele technische Fehler, das Zusammenspiel und die Absprachen liefen nicht wie gewohnt zusammen. Nach fünf Minuten bereits drei Tore Rückstand und große Verunsicherung erkennbar. Zehn Minuten später hatte sich die Mannschaft dann etwas gefangen und auf zwei Tore herangekämpft (5:3). Im weiteren Spielverlauf dann immer wider das gleiche Bild: Erkämpfte Bälle und Gegenstöße landeten durch ungenaue oder teilweise zu zögerlich gespielte Pässe ins Leere oder die Mädels trafen in letzter Konsequenz nicht aufs Tor oder warfen zu unplatziert und damit den Pfosten oder häufig auch die Torhüterin an. Es war wie verhext und kostete viel Kraft! Mit 7:6 konnte man in die Kabine gehen, ein Tor Rückstand, das ist im Grunde nicht der Rede wert und es blieb abzuwarten, wie die Trainer ihr Team für die zweite Hälfte würden auf bauen können.

 

Doch auch die zweite Spielhälfte brachte keine entscheidende Wende. Mangelnden Willen oder Kampfgeist kann man den Allacherinnen nicht vorwerfen, hatte man sich doch in der 42. Minute auf ein 14:14 herangearbeitet. Zu wenig Konzentration und Selbstbewusstsein schon eher, denn drei von sechs verworfenen Siebenmetern und zum Teil auch zu wenig Entschlossenheit beim Torabschluss, nur Anni traute sich etwas aus dem Rückraum zu.

 

Fazit: Es ist ein bitterer Punktverlust, der so nicht hätte sein müssen! Erlangen war am Ende der verdiente Sieger der Partie, verspielt wurde sie allerdings von den Allacher Mädels selbst. Individuell war ganz toller Kampf um jeden Ball zu sehen, großer Einsatz, besonders von Lena, Krissi und Anni! Caro versuchte am Kreis Räume zu schaffen, doch die wenigen Anspiele waren oft zu ungenau und die Lücken wurden nicht konsequent genutzt.

 

Wichtig wird jetzt sein, dass die bestehenden Lücken im Kader möglichst gut geschlossen werden, Trainingseifer auf der einen Seite, aber vor allem Konzentration und Lauffreude im Spiel zeigen und selbstbewusst angreifen, dann bleiben kommende Woche im Spiel gegen den TSV EBE Forst United bestimmt auch wieder die zwei Punkte in Allach!