Herren II: TSV Allach II - SG Süd/Blumenau

Zwoate gewinnt 36:29 gegen Blumenau

Man merkte bereits im ersten Training nach der knappen Niederlage beim Ligaprimus Sauerlach, dass das Saisonrückspiel gegen die Münchener Nachbarn von der Implerstraße für die Männer vom Trainergespann Prillwitz/Csonka eines der wichtigsten in der Saison werden würde. Grund dafür war das Versprechen der Coaches, bei einem Sieg in heimischer Halle die „beliebte“ Dienstags-Laufeinheit bis zum Saisonende auszusetzen. Die Maßnahme sollte sich bezahlt machen.

Die Mannschaft startete, wissend was für die Beteiligten auf dem Spiel stand, hoch motiviert und agierte in den ersten Minuten an beiden Spielfeldenden sehr konzentriert. Vorne lief der Ball flüssig und es konnten hochkarätige Chancen erspielt sowie, was diese Spielzeit nicht immer auf Anhieb funktionierte, auch effizient verwertet werden. Hinten trug zu einer stabilen Abwehr, eine gute Torwartleistung bei, wodurch immer wieder Bälle gewonnen wurden. Dies resultierte in einer Führung von 8:3 nach zehn gespielten Minuten. Das im Laufe der Saison vom Trainer gern kritisierte „Angriffskonzept“ und der fehlende Spielfluss, konnten an diesem Tag zumindest am Anfang des Spiels wenig bemängelt werden. Die Tatsache, dass die ersten acht Tore von sieben verschiedenen Spielern erzielt wurden, zeigte, dass man sehr wohl in der Lage war, das gewünschte Konzept spielerisch umzusetzen. Nachdem sich die Zwoate in der Folge bis zur zwanzigsten Minute sogar auf 14:5 absetzen konnte, drohte das Spiel jedoch zur Halbzeit hin ein wenig zu kippen, da man den Blumenauern mit unnötigen Fehlern und einer ungeordneten Abwehr die Möglichkeit gab, den Spielstand bis zur Sirene auf 17:14 zu korrigieren. Dies konnte Rückraumlinker Schenk, der selbst vermutlich als der „größte Fan“ der erwähnten Dienstags-Laufeinheit gilt, nach Wiederanpfiff nicht auf sich sitzen lassen. Zur Wiederherstellung eines für ihn annehmbaren Ergebnisses, schnappte er sich in der Anfangsphase der zweiten Hälfte das Spielgerät und hatte bereits nach zehn Spielminuten zu seinen vier Toren aus dem ersten Durchgang fünf weitere genetzt. Am Ende standen im Spielberichtsbogen hinter dem Namen Schenk starke 12 Tore – Prädikat Sahnetag. Im weiteren Spielverlauf konnte der Abstand von etwa sieben Toren weiter gehalten werden und die Kleeblatt-Reserve gewann das Spiel vor einer tollen Heimkulisse am Ende verdient. Als kleines Schmankerl stellte Breuning mit einem sehenswerten Kempa von Linksaußen die finale Uhr auf 36:29.

Der Tabelle nach zu urteilen, könnte man verführt sein zu denken, dass es in den letzten Spielen der Saison für die Zwoate um nichts mehr ginge. Das aus dem Abschneiden in der letzten Saison resultierende Ziel Nicht-Abstieg ist bereits seit mehreren Spieltagen erreicht und nach oben hin ist nur das Torverhältnis nicht besonders ansehnlich. Nichtsdestotrotz hat man gerade gegen die Bayern noch eine Rechnung offen und ist gewillt, vor allem im nächsten Spiel auswärts beim FCB eine ähnliche Leistung wie gegen die Blumenauer abzurufen.

 

Es spielten:

Prillwitz (C), Csonka (C), Stegemann (TW), Rößle (TW), Maczan (1), Eisel (2), Thomas, Poschenrieder (2), Schenk (12/1), von Hoenning (2), Schaller, Berger (2), Bärreiter (4/3), Mahringer (1), Breuning (6), Krempl (4/1)