JBLH: TSV Allach 09 : TV Bittenfeld 30:24 (12:10)

Allach kann Heimspiel!

Noch immer haben die AllacherBuam ihre „weiße Heimspielweste“ behalten können, denn auch die fünfte und letzte Heimbegegnung der Vorrunde, am 17.11.2019 gegen den TV Bittenfeld, entschieden die Jungs aus dem Münchner Norden für sich!

Die Zwischenbilanz dieses ersten Teils der neu geregelten Jugendbundesliga in der männlichen A-Jugend weist aus Sicht der Mannschaft insgesamt ein Punktekonto von 11:5 auf. Im ersten Saisonspiel ließen die Jungs nach scheinbar sicherer Führung quasi in letzter Sekunde einen Punkt (33:33) bei der JSG Balingen/ Weilstetten liegen. Gegen die SG Pforzheim/ Eutingen erlitt das Team dann einen deutlichen „Euphoriedämpfer“, man verlor nach schwacher eigener Leistung mit 35:22 im Nordschwarzwald. Die zweite Niederlage der Vorrunde, diesmal wiederum sehr knapp und alles andere als vorhersehbar im Spielverlauf, ging auf das Konto der Rhein-Neckar Löwen, denen man sich mit 34:33 geschlagen geben musste. Somit stand das Erreichen der Meisterrunde für das Heimteam zwar bereits vor Spielbeginn an diesem Sonntag fest, allerdings ging es noch um die Platzierung innerhalb der Gruppe Süd der Jugendbundesliga, die schließlich den Ausschlag für die Zuordnung innerhalb der Meistergruppe zur Folge hat.

 

Mit Anpfiff in der wieder sehr gut gefüllten Eversbuschhalle starteten die AllacherBuam zwar hochmotiviert, dennoch gelang es zunächst dem Bundesliganachwuchs des TVB schneller, sich auf seinen Gegner einzustellen. Die Gäste starteten in der Abwehr unerwartet defensiv, sodass hier von Allacher Seite der Torerfolg hart erkämpft werden musste. Die eigene Abwehrformation stand in dieser Anfangsphase hingegen noch nicht fest genug zusammen, was wiederum den Bittenfeldern einige einfache Rückraumtore ermöglichte. So konnten sich die Gäste innerhalb der ersten 15 Spielminuten auch schrittweise leicht absetzen (2:5; 5:7). Beim 6:9 in der 20 Spielminute nahmen die Allacher Trainer (Krauß/ Heck/ Holzer) ihr erstes Team-Timeout und fokussierten ihre Mannschaft neu. Dass die Absprachen in der Folge vom Team umgesetzt wurden, ließ sich auf Zuschauerseite schnell erkennen: Die leichten Tore über den Bittenfelder Kreisspieler wurden „abgestellt“, die Abwehr agierte fortan äußerst wach und agil, auch die Abstimmung zwischen Block und Torhüter konnte verbessert werden. Nun waren es die Gastgeber, die Druck ausübten und ihrerseits zu einigen leichten Abschlüssen kommen konnten. Vier Tore in Folge erzielten die Allacher, was ein Team-Timeout auf Seiten der Gäste bewirkte (10:9). Dieses stoppte allerdings den Lauf der Allacher A-Jugendlichen zunächst nicht, denn auch die nächsten Angriffe von Bittenfelder Seite wurden vereitelt, während man selbst noch zweimal einnetzen konnte. Das Spiel der Hausherren gestaltete sich in dieser Spielphase insgesamt druckvoller im Angriff, wobei Torchancen geduldiger als noch zu Beginn der Partie herausgespielt wurden. Schließlich ging es nach gelungener Aufholjagd beim Spielstand von 12:10 in die Pause.

Zurück aus der Kabine gestaltete sich das Spiel als offener Schlagabtausch auf beiden Seiten, der kleine Vorsprung hielt, man konnte sich jedoch auch nicht weiter absetzen. Bereits in der vierten Spielminute der zweiten Spielhälfte war man auf der Trainerbank aufgrund der zweiten Zeitstrafe gegen Cedric Riesner gezwungen auf der Kreisposition zu reagieren und fortan im Angriff-Abwehr-Wechsel zu spielen. Allach, zwischenzeitlich mit drei Toren Vorsprung (17:14, 38. Minute und 18:15, 40. Minute), leistete sich dann allerdings auch wieder kurze Momente der Unaufmerksamkeit, sodass die Gäste das ein ums andere Mal den Anschlusstreffer erzielen und in der 48. Minute gar zum Ausgleich (23:23) kommen konnten. Nun war der „achte Mann“ gefragt, die Eversbuschhalle kochte und peitschte sein Team nach vorne und die AllacherBuam wurden von dieser Welle des Anfeuerns förmlich mitgerissen. Es folgten zwei Tore der Gastgeber, bevor ein verwandelter Siebenmeter durch Bittenfeld deren letztes Tor im Spielverlauf sein sollte (25:24, 53. Spielminute). Die verbleibenden reichlich sieben Spielminuten gehörten dann den auf allen Positionen stark kämpfenden Hausherren, die die Partie am Ende mit 30:24 für sich entscheiden konnten. Schon anderthalb Minuten vor Ende der Begegnung hielt es keinen der Zuschauer mehr auf seinem Sitzplatz, zu groß die Freude über diesen erneuten Heimspieltriumph!

 

Fazit: Allach kann Heimspiel! Die Jungs haben an diesem Sonntag nicht ihre beste Partie der Vorrunde gespielt, dennoch konnten sie erneut durch Leidenschaft auf der Platte das großartige Publikum mitreißen und dieses wiederum dem Team zu neuer Kraft verhelfen! Dabei sind unsere Zuschauer ganz bunt gemischt: Handballexperten, die seit Jahren die Entwicklung des Teams- wohlwollend und kritisch- verfolgen, viele ehemalige Handballer, die begeistert sind, dass sich endlich wieder etwas in ihrer Sportart „rührt“, viele Kinder und Jugendliche des eigenen und der umliegenden Vereine und immer wieder auch Neugierige, die bisher noch keine Handballhalle von innen gesehen haben, die aber am Stammtisch oder beim Einkaufen oder beim Ratschen mit Freunden von Jugendlichen gehört haben, die mit dem Ball in der Hand unglaublich schnell unterwegs sind und durch ihren Teamgeist so viele Mannschaften mit „Bundesliga-Background“ bezwingen konnten.

Die 16 besten Mannschaften Deutschlands werden nun in zwei Gruppen zu je acht Teams in der Meisterrunde weiterspielen, wobei es eine Hin- und eine Rückrunde gibt. Zur Allacher Gruppe (Meisterunde Gruppe 1) gehören folgende Mannschaften: GWD Minden, HC Bremen, JSG Balingen/ Weilstetten, VfL Gummersbach, HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen, Füchse Berlin und TV Gelnhausen. Ein Feld der ganz großen Namen, auf das unsere Jungs in den nächsten Monaten treffen wird. Sobald der Spielplan feststeht, wird dieser online gestellt oder auch auf der Instagramseite der A-Jugend (@ajugendtsvallach) veröffentlicht. Das nächste Spiel findet am Wochenende 30.11./1.12. gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Nachwuchsteam der HSG Wetzlar) statt.

Fest steht, wir sind sehr stolz auf unsere Mannschaft und wünschen uns noch viele spannende Handballbegegnungen hier in „Handballach“ mit und für unser Publikum!