Handball Herren II - TSV Vaterstetten - TSV Allach II

El Capitano und seine tapferen 13 Matrosen

Beim Klabautermann, dieses Schiff muss noch weitersegeln!

Allacher Zwoate holt sich in letzter Sekunden einen Punkt im schweren Auswärtsspiel bei den Vögeln aus Vaterstetten.

Die Anzeichen vor Spielbeginn waren wie so oft in der laufenden Saison nicht die besten. Zu ungewohnter Zeit / Ort „Freitag 20:30 Uhr“ auswärts in fremden Gewässern, fanden sich die Mannen rund um die Rückkehrer Michael Ettmüller „El Capitano“ und Franz Krempl ein. 

Einige Matrosen der Gastmannschaft verspäteten sich aufgrund spontan auftretender Seekrankheit „jaja der Münchner Berufsverkehr lässt grüßen“ teilweise erheblich. Die Schatzkiste der Allacher Zwoaten füllte sich an diesem Tag reichlich mit Goldmünzen und Juwelen.

Einen Dank gilt es an dieser Stelle an die unparteiischen Pignot und Pignot und den Gastgebern aus Vaterstetten für die Verlegung des Spielbeginns auszusprechen.

Nachdem sich schließlich alle Matrosen in der Kajüte eingefunden hatten, viel die Schlachtplanung des Trainerduos Dück, Prillwitz aus zeitlichen Gründen relativ kurz aus.

Mit geladenen Kanonen, enterbereiten Seemännern und auf Mast gerichteten Segeln startete die Junge Allacher Truppe sehenswert in die Partie. Über eine zu Beginn gut aufgelegte Abwehr, schnelle Kanoniere und sich an den Schlachtplan haltende Matrosen konnte man sich bis zur 13 Spielminute auf sieben zu vier absetzen. Anstatt das angeschlagene Schiff der Vaterstettener Vögel zu versenken und weiter an den Vorgaben der Trainer festzuhalten, häuften sich nun die Fehler auf Seiten der Gäste.

Einfache Ballverluste, unvorbereitete Abschlüsse der Kanoniere und technische Fehler auf Seiten der Allacher spielten den Gastgebern nun in die Karten. Die Hausherren kamen in dieser Phase des Spiels immer wieder über ihr schnelles Umschaltspiel zu einfachen Torerfolgen.

Bis zum Waffenstillstand hieß es nun die Verluste in Grenzen zu halten und wieder zu den anfänglich gezeigten Stärken zurückzufinden. Leider gelang dies nur bedingt! Die Mannschaften verabschiedeten sich mit 16 zu 14 zugunsten der Heimmannschaft in die Kajüten. In den folgenden zehn Minuten der Halbzeitpause setze man alles daran, die Löcher in dem beschädigten Schiff zu reparieren, die abgetrennten Gliedmaßen durch Holzkeile zu ersetzen sowie den Willen der Matrosen erneut zu wecken.

Bis zur 54 Spielminute entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften. Das Allacher Schiff drohte in dieser hitzigen Phase des Spiels zu sinken. Die zwischenzeitliche 26 zu 23 Führung der Gastgeber zwang das Trainerduo Dück, Prillwitz sechs Minuten vor Spielende ihre letzte verbleibende Auszeit  zu nehmen. Infolgedessen kamen die Allacher mit einer offensiven Manndeckung zurück aufs Feld. Die Manndeckung der Allacher stellte den Angriff der Vaterstettener Vögel vor eine nur schwer zu lösende Aufgabe. Über schnell vorgetragener Tempogegenstöße und einen nicht mehr überwindbaren Robert Wendler im Allacher Tor, reduzierte man den Rückstand bis zur 58 Spielminute auf nur noch ein Tor. Vaterstetten erhöhte nun den Druck auf die Allacher Abwehr um das alles entscheidende Tor zu erzielen. Zwei Zeitstrafen hagelte es gegen die aufopferungsvollkämpfende Zwoate im letzten alles entscheidenden Angriff der Gastgeber. Mit nur noch vier verbleibenden Feldspielern zwang man die Vögel aus Vaterstetten zum Abschluss. Der Ball sollte jedoch den Weg ins Allacher Gehäuse an diesem Tag nicht mehr finden. Nun war es der Rückkehrer Michael Ettmüller „El Capitano“ der sich ein Herz nahm und zum Entern des Vaterstetteners Schiffes ansetzte. Über die Reling des angeschlagen aber noch manövrierfähigen Schiffes der Allacher Zwoaten bahnte er sich den Weg durch Freund und Feind um zum alles umjubelten Ausgleichstreffer einzunetzen.

Später am Abend traf man sich zur internen Weihnachtsfeier in der Schenke zur Nachtgalerie um eine durchwachsene Hinrunde feuchtfröhlich zu begießen.

In diesem Sinne wünschen wir allen ein ruhiges, besinnliches und vor allem schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.