Allacher Jugend in Lund

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Kurz nach Weihnachten ging es los zum größten internationalen Jugendturnier nach Lund, in Schweden. Für die Jungs der männlichen B1 war dies bereits das dritte Mal in Folge. Zwei weitere Allacher Teams, die männliche B2, verstärkt durch einige Spieler der C1, sowie die weibliche C1-Jugend konnten dieses Jahr ebenfalls die Reise gen Norden antreten. Erstmals ging es per Bus nach Schweden, Abfahrt war um 0.30 Uhr am 26.12. von der Eversbuschhalle aus. Nach einer zügigen und stressfreien Anreise wurden zunächst die Quartiere in den Schulen bezogen, bevor es zur großen offiziellen Eröffnungsveranstaltung in die Sparbanken Skåne Arena ging. Am 27.12. startete dann das Turnier. Der Zeitplan der beiden ersten Tage in der Gruppenphase kam den drei Allacher Teams sehr entgegen, es wurde nie vor 13.00 Uhr mit Spielen begonnen, somit konnte man in der Früh länger schlafen. Die B1-Jungs waren in einer der zwei Elite-Gruppen in der Altersklasse Boys 16 gemeldet, damit traf man auf durchweg hochklassige Mannschaften: HC Bremen, AGF Handball Kopenhagen und LUGI Handboll 1 Lund. Im ersten Spiel wartete ein "alter Bekannter", der HC Bremen- im Sommerturnier in Hamburg hatten die beiden Teams bereits zweimal gegeneinander gespielt. In einer kämpferisch betonten Partie konnten sich die Kleeblätter zunächst komfortabel absetzen: in den letzten Minuten wurde allerdings eine 16:11 Führung noch verspielt. Ein 16:16 Unentschieden stand am Ende auf der Anzeigetafel. Drei Minuten Unkonzentriertheit und zu inkonsequentes Agieren nach vorne in der zweiten Halbzeit auf Allacher Seite, die den weiteren Turnierverlauf noch beeinflussen sollten... Im zweiten Spiel des Tages traf man auf den späteren Turniersieger AGF Aarhus Handball. Eine klare Geschichte für die Dänen: mit 22:12 ließen sie den BadBoys keine Chance. Das dritte Gruppenspiel, einen Tag später gespielt, gegen die B1 vom Veranstalter LUGI Handboll konnten die Allacher Jungs dann souverän gewinnen (15:9). Sie zogen somit als Gruppendritter direkt ins Achtelfinale der A-Playoffs ein. Dort ging es gegen den norwegischen Vertreter Ski IL Håndboll aus Oslo– der im Achtelfinale den HT München mit 21:8 aus dem Turnier geworfen hatte. Die BadBoys waren also gewarnt. Die Jungs zeigten hier die stärkste Leistung im Turnier. Mit einer ganz starken Abwehr, unglaublicher Präsenz auf allen Positionen und Mut im Angriff, gegen eine ebenfalls starke Abwehr der Norweger, siegten die Jungs mit 11:8 und zogen somit ins Viertelfinale ein! Eine sehr kräftezehrende Partie für die Spieler einerseits, andererseits ging ein regelrechter Ruck durch die Mannschaft, denn nachdem die letzten Ligaspiele nicht so gelaufen waren, wie man sich das erhofft hatte, konnte man hier an die gezeigten Spitzenleistungen des Herbstes anknüpfen bzw. diese sogar übertreffen. Etwa zwei Stunden später dann das Viertelfinalspiel gegen den FIF Kopenhagen. Die ersten zwei bis drei Minuten brauchten die Jungs diesmal um ins Spiel zu finden, Zeit, die ihnen am Ende fehlte, denn trotz starken Kampfgeistes und Einsatzwillenens verlor man am Ende etwas unglücklich mit 17:15. Die Enttäuschung war zunächst spürbar, denn FIF wäre in dieser Begegnung durchaus zu schlagen gewesen. Hier kam den Jungs dann auch nochmal das „vergeigte“ Spiel des Vortages gegen Bremen in den Sinn, denn als Gruppenzweiter hätte das Team vermutlich den etwas leichteren Viertelfinalgegner erwischt. Hätte, hätte, Fahrradkette... Das Kopfhängenlassen setzte sich auf jeden Fall nicht durch, was bei der insgesamt gezeigten Leistung auch keinesfalls angebracht gewesen wäre. Am Ende war es wieder ein toller Erfolg: Unter die besten Acht in so einem stark besetzten Turnier zu kommen ist beachtlich, hinter dem HC Bremen waren die BadBoys in ihrer Alterklasse die zweitbeste deutsche Mannschaft! Die B2/ C1 hatte in ihrer Gruppe zwei deutsche Teams, den TuS Aumühle-Wohltorf und den TV Roßtal. Diese beiden Mannschaften konnten die Allacher Jungs, die in dieser mannschaftlichen Konstellation so noch nicht zusammen gespielt haben, jeweils besiegen. Die Spiele gegen Hammarby Handboll 2 (Schweden) und Ski IL Håndball (Norwegen) gingen hingegen verloren. Das Team zog somit als Gruppendritter in die B-Playoffs ein. Am zweiten Turniertag, mit den Spielen gegen Roßtal und Hammarby zeigte sich dann, wie toll der Zusammenhalt und der Teamgeist unter den Allachern ist, denn während der Spiele wurden die Jungs auf der Platte durch lautstarke Fan-Gesänge und Klatschen der zuschauenden B1 unermüdlich angefeuert. Hustenbonbons waren danach dringend notwendig … Der erste Tag der Finalspiele begann dann erst am späten Nachmittag für die Mannschaft. Erster Gegner im Achtelfinale war das schwedische Team Ystads IF. Diese Partie konnten die Allacher knapp mit 10:9 für sich entscheiden, bevor man sich knapp zwei Stunden später im Viertelfinale dem dänischen Klub TMS Ringsted, der später das B-Finale gewinnen konnte, deutlich mit 14:6 geschlagen geben musste. Auch für unser zweites Team eine richtig tolle Leistung in diesem hochkarätigen Turnier! Mit ausgewogener Bilanz, drei gewonnene und drei verlorene Begegnungen, können Spieler und Trainer sehr zufrieden sein! Die Mädchen hatten in ihrer Altersgruppe mit 51 Mannschaften ein unglaublich breites und auch sehr starkes Feld. In der Allacher Gruppe waren zwei dänische und zwei schwedische Mannschaften vertreten. Im ersten Gruppenspiel traf das Team auf Furesø Håndbold 2. Mit 20:16 konnten hier die Allacherinnen gewinnen. Ungewohnt in diesem Zusammenhang, dass in Schweden in dieser Altersklasse Bälle der Größe 0 benutzt werden und dass die Abwehr bereits defensiv gespielt wird. Die Mädels spielten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sehr engagiert und freuten sich zu Recht über diesen prima Einstieg ins Turnier. Die zweite Partie des Tages gegen das dänische Team von VSH 2002 1 ging dann sehr unglücklich mit einem Tor in der letzten Spielminute verloren. Hier gaben in einer hart umkämpften Partie vor allem Schwächen im Allacher Angriff den Ausschlag, zu viele technische Fehler und unpräzise Torwürfe, die die gute gegnerische Torhüterin parieren konnte. Am zweiten Turniertag ein ähnliches Bild: Eine durchaus vermeidbare Niederlage gegen LUGI Handboll 2, dann ein souveräner Sieg (19:11) gegen Täby HBK 2 aus Schweden. Mit diesem hohen Sieg sicherten sich die Allacherinnen aufgrund des besseren Torverhältnisses auch den zweiten Platz in ihrer Gruppe und damit den Einzug ins A-Finale. Dieses Spiel am ersten Finaltag wurde dann bereits um 9.10 Uhr ausgetragen, eine Zeit, zu der die Allacherinnen noch nicht wirklich wach waren. Zu viele technische Fehler und zum Teil auch fehlender Mut beim Spielen gegen eine defensive Abwehr waren die Folge. Mit 17:9 mussten sich die Mädels dem schwedischen Team H65 Höör geschlagen geben, ein Spielstand, der dem Spielverlauf allerdings so nicht ganz gerecht wird. Entsprechend waren nach dieser Leistung die Spielerinnen mit sich selbst und die Trainerin mit dem Team etwas unzufrieden, denn mit einer ähnlichen Leistung wie am Vortag hätte man durchaus auch gewinnen können. Nichtsdestotrotz, insgesamt ist das Erreichen des A-Finales bei der ersten Turnierteilnahme ein großartiges Ergebnis. Nur vier der sieben teilnehmenden deutschen Teams ist dies in dieser Altersklasse gelungen. Am 30.12. traten schließlich die drei Allacher Mannschaften samt Betreuer mit vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen- ganz gemäß des Mottos "creating memories for life"- die Heimreise an! Fazit: In Allach wird Handball mit ganzem Herzen gespielt! Die Teilnahme an den Lundaspelen ist eine große Herausforderung für einen kleinen Verein. Die erzielten Ergebnisse sind entsprechend hoch zu bewerten. Ganz, ganz herzlichen Dank in diesem Zusammenhang an die viele Organisation im Vorfeld und vor Ort an die drei Trainer, Miri, Markus und Fabi, sowie an Martin, der als Betreuer stets zur Verfügung stand. Ohne euer großes Engagement für die Spielerinnen und Spieler wäre so eine Turnierteilnahme undenkbar! Nach den Lundaspelen 2017 ist (kurz) vor der Liga-Rückrunde 2018, wir drücken unseren Teams hier fest die Daumen, dass euch die vielen unvergesslichen (Handball-) Momente für die Rückrundenspiele beflügeln werden.