BYL wC1: TuS Prien - TSV Allach 09 16:26 (7:13)

BYL wC1: Geglückter Start im neuen Jahr

Das erste Spiel im neuen Jahr führte die Allacherinnen der weiblichen C1-Jugend an den Chiemsee, der Gegner hieß TuS Prien. In der Vergangenheit waren die Matches gegen dieses Team immer spannungsreich und von Kampfgeist geprägt. In der bisherigen Bayernligasaison hatten sich die Prienerinnen zudem schon mehrfach als bärenstarker „Heimspiel-Ligaschreck“ erwiesen, so mussten unter anderem beide Allach-Verfolgermannschaften, Regensburg und Puschendorf, hier in der Hinrunde eine Niederlage einstecken. Man war also einerseits gewarnt, andererseits hatte man aber das Hinspiel mit elf Treffern für sich entscheiden können... Die Allacherinnen waren in fast vollständiger und auch fast genesener Besetzung angereist. Nun sollte sich auch zeigen, ob und wie die intensive Zeit in Schweden das Team geformt hat. Die ersten Spielminuten waren zunächst von großer Nervosität und auch von Unkonzentriertheit geprägt. So war das Spiel bis zum Stand von 4:4 in der 14. Minute und der Auszeit der Heimmannschaft ein harter Kampf um jeden Ballgewinn. Es zeigte sich in dieser Anfangsphase bereits, dass die Allacherinnen in der Abwehr recht gut arbeiteten, allerdings konnten sie im Angriff zu wenig punkten. Die Abwehrarbeit stabilisierte sich fortan noch mehr, sowohl auf Seiten der Feldspielerinnen, als auch bei der Torhüterin, die unter anderem beide Siebenmeter halten konnte. Der Knoten schien nach der kurzen Verschnaufpause und Besprechung mit den Trainern sprichwörtlich geplatzt zu sein, denn in nur vier Spielminuten folgte ein Fünf-Tore-Lauf und ab diesem Zeitpunkt war die Überlegenheit der Gäste stets erkennbar. Beim Stand von 7:13 gingen die Mannschaften in die Kabine. Die zweite Halbzeit war dann von Allacher Seite her wiederum sehr temporeich, viele Ballgewinne und zahlreiche Gegenstoßtore konnten erzielt werden. Die Trainer waren in dieser Spielphase, wie auch schon in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit, in der komfortablen Situation, dass sie allen Spielerinnen gleiche Spielanteile gewähren konnten und dass viele Mädels auf zum Teil ungewohnten Positionen eingesetzt wurden. Die Variabilität des Kaders war hier beeindruckend, denn die Führung geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Der Schlussstand von 16:26, wiederum zehn Tore Differenz, ein sehr erfreulicher Einstand im Jahr 2018! Fazit: Die Abwehr hat noch einmal einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht, ganz sicher einer von mehreren positiven Effekten des Lund-Turniers. Sowohl im 1:1 waren die Mädels durchweg präsent, aber auch antizipativ konnte zum Beispiel Pia F. deutlich „zulegen“. Im Vergleich zum Anfang der Saison wurde viel besser auf den Außenpositionen gespielt, Mut wird belohnt, Nele war das beste Beispiel. Aber trotz sichtbarer Vorwärtsentwicklung gab es insgesamt noch zu viele, vermeidbare, technische Fehler. Auch die Nervosität vom Spielbeginn gilt es in Zukunft besser „in den Griff“ zu bekommen. Respekt vor dem Gegner ist sehr wichtig, aber die eigene Stärke zu kennen und darauf zu vertrauen, ist noch viel wichtiger, will man schwierige Spiele gewinnen.