BYL mB1: TSV Allach - TVG Junioren Akademie Großwallstadt 17:24 (6:11)

BYL mB1: "Waldkindergarten" gegen Handballinternat

Während unsere Allacher im Hinspiel noch mit viel Herz, Leidenschaft und starker Abwehrarbeit einen Punkt aus Großwallstadt entführen konnten, wurde an diesem Nachmittag besonders der athletische Unterschied deutlich. Außerdem hatte das Team aus Großwallstadt durch den klaren Sieg gegen den Mit-Konkurrenten Coburg deutlich an Selbstbewusstsein gewonnen und zeigte von der ersten Minute an, dass sie nicht gewillt waren, Punkte in München zu lassen.

Dennoch konnten die Kleeblätter wieder, dank einer starken und couragierten Abwehrleistung, das Spiel zunächst offen gestalten. 15 Minuten lang war die Partie ausgeglichen (6:6)- dann schalteten die Unterfranken einen Gang hoch- hauptsächlich dank ihres starken Torhüters Sebastian Klein, der zahlreiche Allacher Würfe entschärfte, stellten sie mit einem 5:0-Lauf den Pausenstand zum 6:11 her. Auch nach dem Wiederanpfiff kamen die Gäste besser ins Spiel und erhöhten kontinuierlich ihren Vorsprung. Nach 40 Minuten stand es 14:21 und das Spiel war entschieden. Die Kleeblätter kämpften weiter und zeigten noch einige schön heraus gespielte Tore- an der Überlegenheit der Gäste jedoch gab es keinen Zweifel mehr. Am Ende konnte man neidlos die sportliche Überlegenheit der Juniorenakademie anerkennen und mit dieser Niederlage wohl auch die heimlichen Meisterschaftsträume begraben.

Was diesem Tag jedoch einen faden Beigeschmack gab, war das unsportliche Auftreten des gegnerischen Betreuerteams. Bereits im Hinspiel hatte es großen Unmut gegeben, als das Großwallstädter Kampfgericht versuchte die Spielzeit zu manipulieren um sich einen letzten Angriff zu verschaffen. Diesmal versuchte der Gäste-Trainer bereits vor dem Spiel die Schiedsrichter zu beeinflussen: Er warnte bei der technischen Besprechung "offiziell" davor, dass Allacher Kampfgericht könnte den Spielstand zu eigenen Gunsten manipulieren. Angeblich habe er von solchen Vorfällen gehört... Ein unglaublicher Vorwurf und völlig frei erfunden- glücklicherweise hatte das souveräne Schiedsrichtergespann dafür nur ein unbeeindrucktes Kopfschütteln übrig. Auch im weiteren Spielverlauf versuchte die Bank mit ununterbrochenem Lamentieren auf die Schiedsrichter und das Kampfgericht einzuwirken und heizte die Stimmung mit unsportlichen Kommentaren fortwährend an. Dass dieses Vorgehen auch die eigenen Spieler- in einem eigentlich fairen Spiel- beeinflusst, sorgte für zusätzlichen Unmut unter den Allacher Spielern. Schließlich war man eigentlich durch die BHV-Auswahl mit einigen Spielern freundschaftlich verbunden.

So fühlte sich Trainer Markus Wanger um so mehr bestätigt, hatte er doch seinen Spielern gerade aus Gründen wie diesen davon abgeraten, nach Großwallstadt zu gehen. "Es gibt viele gute Anlaufstellen für talentierte Jugendliche, da sollte man ein so unprofessionelles Auftreten bei seiner Entscheidung durchaus mit in die Waagschale werfen." Als positives Beispiel führte der Coach den HSC Coburg an.

"Wir stehen für Teamgeist, Herz für Handball und Fairness im Sport", fasste Pressesprecherin Sissi Schwarzer zusammen und "unser Verein distanziert sich von diesem Auftreten der Gäste!"

Gutes Benehmen lernt man dann wohl doch eher im "Waldkindergarten"...

Wir bedanken uns ganz herzlich für die großartige Unterstützung durch die Allacher Handballfans, eine unheimliche Kulisse, die hinter den Jungs stand!

TSV Allach: Dennis Stegemann, Daniel Kunzfeld (Tor); Fabian Freibauer (5), Stephan Seitz (3), Tobias Hübner (3/1), Cedric Riesner (2), Luca Hasekamp (2/1), Fabian Winter (1), Noah Schilling (1), Yannis Schwarzer, Dennis Müller