JBLH: HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen – mA1 37:30 (20:11)

Von hoffnungsvoll über miserabel hin zu passabel in 60 Spielminuten

 

Eine schwache Leistung bei der HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen führte zu einer unnötigen, letztendlich aber verdienten Niederlage.

 

Ja, die Zielsetzung war klar, man wollte in Wetzlar unbedingt punkten, hatte man zuletzt trotz einiger Ausfälle im Team doch durch starke Leistungen wieder überzeugt. Die Ausfälle hatten sich innerhalb der Woche allerdings nur verschoben. Zwar konnten Luca (nach Verletzung) und Cedric (nach Krankheit) wieder eingesetzt werden, doch fallen Vitus und Tomo jeweils wegen Verletzung voraussichtlich für einige Wochen aus und Louis musste die ganze Woche krankheitsbedingt dem Training fernbleiben.

 

Nein, man konnte diese Zielsetzung leider nicht entsprechend in die Tat umsetzen. Hatte man sich in der Vergangenheit immer wieder am Anfang einer Partie schwer getan ins Spiel zu finden, so tat man sich in Wetzlar sehr schwer. Zu statisch, wenig flexibel- sowohl im Kopf als auch auf den Beinen- überließ man dem Gastgeber die Spielfläche, kassierte nach 3 min bereits eine direkte 2 Minutenstrafe und schaute quasi zu, wie man bereits nach fünf Spielminuten mit 4:1 im Rückstand war, drei davon von Rechtsaußen. Heißt, dass auch die Abwehr bei Weitem nicht das zeigte, was sie letzte Woche in Berlin gezeigt hatte. Das frühe Team-Timeout der Allacher brachte dann zunächst etwas Stabilität ins Team, aber die notwendige Emotionalität fehlte weiterhin im Spiel und das wirklich gemeinsame Kämpfen war nur ansatzweise erkennbar. Dennoch gelang zunächst eine Annäherung, über ein 5:3 in der 10 Minute und sogar einen Ausgleich zum 8:8 durch den Kreisspieler (Cedric Riesner) in der 17. Minute, brachten sich die Allacher Buam wieder ins Spiel. Stephan Seitz vertrat den verletzten Vitus Baumgartner sicher am Siebenmeterpunkt und Luca Hasekamp netzte zweimal sicher aus dem Rückraum ein. Was sich allerdings dann anschloss, ist kaum nachvollziehbar. Die Hausherren stellten auf eine offensive Abwehr um und in zehn Minuten erzielten die Gäste lediglich ein Tor per Strafwurf, während Wetzlar zehn im Allacher Kasten platzieren konnte (18:9, 18.Minute). Alleine vier davon durch den Halblinken Ole Klimpke. Der wieder eingewechselte Mittelmann Philipp Hlawatsch brach dann den Bann, warf das lang ersehnte Feldtor und spielte kurz darauf Linksaußen Tassilo Bräu wunderbar frei. Bis zum Ende von Halbzeit eins stand trotzdem ein Rückstand von neun Toren (20:11) auf der Anzeigetafel, mit hängenden Köpfen verließ man die Halle in Richtung Kabine.

 

Zurück auf der Platte gestaltete sich die Begegnung fortan ausgeglichen, keinem Team gelang Entscheidendes, weder ein weiteres Absetzen von Wetzlar, noch ein Annähern von Seiten der Allacher (23:14, 36. Spielminute; 28:20, 45. Spielminute). Die Abwehr der Gäste agierte inzwischen offensiver und hätte hier auch tatsächlich noch einmal ein Mittel finden können, um sich näher heranzuarbeiten, doch fehlte auch hier immer wieder der Schritt mehr auf den Gegner zu oder das entschlossene Zupacken, damit man tatsächlich die Spieler der HSG am Torwurf hätte hindern können. Selbst im Überzahlspiel gelang es nicht das Spiel entscheidend auf Allachs Seite zu ziehen. Zweieinhalb Minuten vor Ende des Spiels betrug der Rückstand fünf Tore. Die Allacher Buam hatten einfach zu spät begonnen, sich noch einmal dieser drohenden Niederlage entgegen zu stemmen, nun lief ihnen die Zeit davon. 37:30 ging die Partie schließlich zu Ende.

 

Gute Genesungswünsche an dieser Stelle an Jan Waldgenbach von der HSG, der sich bei einem unglücklichen Zusammenprall verletzt hat!

 

Fazit: Etwas unbedingt wollen, kann Kräfte freisetzen, genauso kann es aber das Handeln lähmen und das war an diesem frühen Samstagabend bei den Allacher A-Jugendlichen der Fall. Unfrei vom Kopf her spielten sie im Angriff vielfach einfallslos, konzentrierten sich dabei zu sehr auf das Spiel in der Mitte, statt es breit zu ziehen, vergaben unzählige Chancen und vergaßen dabei in die Abwehr zurück zu kehren. Wetzlar kam im Gegenzug immer wieder über die schnellen Außen zum Erfolg.

 

Nach dem verkorksten Spiel in der Hinrunde gegen Pforzheim, über das man sich genauso ärgern konnte und musste, konnten die Allacher Buam einen „Schalter umlegen“ und wieder fokussiert ihre eigentliche Stärke auf die Platte bringen. Jetzt kommen vier Heimspiele in Folge: „Auf geht’s Jungs, kämpfen und siegen!“