JBLH: männliche A1 - VfL Gummersbach 34 : 18 (13 : 10)

Gelungener Auftakt in die Heimspielserie der A-Jugendlichen

 

Am Faschingswochenende hatten sich die A-Jugendlichen beim Auswärtsspiel in Wetzlar nicht gerade „mit Ruhm bekleckert“, anzukreiden war ihnen dabei vor allem mangelndes mannschaftliches Miteinander in einem zu emotionslosen Spiel. Die Devise vor Spielbeginn an diesem Sonntag, für das erste von insgesamt vier aufeinanderfolgenden Heimspielen, war damit bereits ausgegeben: Wir müssen uns auf unsere eigentliche Stärke, UNSER TEAM, konzentrieren und fokussiert und planvoll agieren. In der Partie am 01.03.2020 gegen den VfL Gummersbach sollte sich dann zeigen, ob sich das propagierte „Aufstehen und Mundabputzen“ erfolgreich umsetzen ließ.

 

Um 16.00 -die Eversbuschhalle mit 530 Zuschauern wieder sehr gut gefüllt- erfolgte der Anpfiff und Gummersbach startete den ersten Angriff. Erfahrene Anhänger der Allacher Buam sind inzwischen schon besonders auf diese ersten Spielminuten gespannt, denn mehrfach geriet das Team hier aufgrund von Unkonzentriertheit oder Nervosität unnötig in Rückstand und musste dann einem gegnerischen Vorsprung hinterherlaufen. Nicht so am Sonntagnachmittag: Die Abwehrreihe der Allacher stand, es gab quasi kein Durchkommen für die Gäste aus Gummersbach und wenn es zum Torwurf kommen sollte, dann war Louis Oberosler im Tor zur Stelle, der das Einnetzen verhinderte. Aus dieser sicheren Abwehr heraus entwickelte sich in den ersten acht Spielminuten das schnelle Spiel nach vorne, bei dem vor allem Stephan Seitz das Gummersbacher Tor fest im Visier hatte und die ersten drei Feldtore auf sein Konto verbuchte. Gummersbach parierte diesen Schnellstart der Gastgeber dann kurzzeitig und glich in der 11. Spielminute zum 3:3 aus. In der nächsten Phase der Partie blieb die Abwehr ganz stark, erfolgreich war hier auch der Angriff-Abwehrwechsel zwischen Philipp Hlawatsch und Marco Ursuleanu, und im Angriff konnten von allen Positionen aus geworfene Tore bejubelt werden. Vitus Baumgartner, zurück am Siebenmeterpunkt für Allach, tat sein Übriges und verwandelte die Strafwürfe sicher. Ein erstes Achtungszeichen erzielte die Mannschaft in der 23. Minute, der Vorsprung betrug nun vier Tore (10:6) und dem Spielverlauf nach war unübersehbar die Allacher Mannschafft das ideenreichere und spielfreudigere Team. Beim 13:10 ging man schließlich in die Pause, wohl wissend, dass an diesem Nachmittag durchaus auch noch mehr drin sein würde.

 

Zurück aus der Kabine setzten die Gastgeber ihr überzeugendes Spiel in gleicher Art und Weise fort. Mit einen Vier-Torelauf (17:10) setzte man sich nun reichlich drei Spielminuten nach Wiederanpfiff ab und hatte somit ein Team-Timeout der Gäste provoziert. Den Aufwind, den man durch diesen gelungenen Halbzeitstart erfahren hatte, ließ sich das Team nun nicht mehr nehmen. Vor allem Noah Schilling, der zuletzt ein kleines Formtief hatte, spielte sich hervorragend in die Partie und erzielte am Ende vier Tore. Lediglich einmal konnte sich Gummersbach in dieser zweiten Halbzeit noch etwas heranschieben. Nachdem Cedric Riesner in der 38. Minute zunächst auf 20:12 erhöhen konnte, verkürzten die Gäste auf 20:14 zwei Spielminuten später. Es folgte dann ein Sechs-Torelauf der Allacher Buam, der lediglich durch ein Team-Timeout Gummersbachs unterbrochen, aber nicht gestoppt werden konnte (26:14, 46. Minute). Die A-Jugendlichen hatten sich in dieser Phase des Spiels in einen regelrechten Rausch gespielt, wobei die vielfach in der Abwehr eroberten Bälle und die sich anschließenden Gegenstöße nur teilweise im Tor von Gummersbach untergebracht werden konnten. Individuelles Ärgern war die Folge, mannschaftliches Aufmuntern die Reaktion. Auch in der Schlussphase, nachdem zehn Minuten vor Spielende bereits absehbar war, dass man die so sehr erhofften zwei nächsten Punkte in der Meisterrunde auf seinem Konto verbuchen konnte, ließ die Spielfreude im Team nicht nach. Ein ums andere Mal konnten die Jungs aus der Landeshauptstadt den Ball im gegnerischen Tor platzieren, wobei in dieser Partie tatsächlich jeder Feldspieler als Torschütze erfolgreich war. Im Allacher Kasten war in der Mitte der zweiten Halbzeit gewechselt worden und auch Dennis Stegemann zeigte mit einigen Paraden, dass das Torhüterduo des Tages die phantastische Abwehrleistung krönte. Den Schlusspunkt der in der zweiten Halbzeit von den Gastgebern dominierten Partie lieferte schließlich ein tolles von Stephan vorbereitetes und von Cedric ausgeführtes Kempa-Tor zehn Sekunden vor Ende des Spiels. 34:18 auf der Anzeigetafel, lautstarke Jubelkulisse auf der Tribüne und 14 überglückliche A-Jugendliche, die sich nach dem vermurxten Spiel der Vorwoche wieder frei gespielt hatten.

 

Fazit: Ein Dank geht an dieser Stelle an die Gegner für eine überaus faire Partie. Die sehr souverän agierenden Schiedsrichter mussten lediglich eine Zweiminutenstrafe pro Mannschaft während der 60 Spielminuten verhängen. Der Sonntag zum Feiern, der Montag zum Arbeiten, so wird die neue Trainingswoche für die Allacher Buam aussehen. Am 07.03.2020, wenn die Füchse Berlin Reinickendorf zum zweiten von vier Heimspielen nach Allach kommen, will man schließlich gut gerüstet sein, um dem Titelfavoriten Paroli bieten zu können!