JBLH: männliche A1 – Füchse Berlin Reinickendorf 26 : 39 (8 : 10)

Deutlicher Sieg der Jungfüchse bei Handballspektakel in Allach

 

Das hatte handballach tatsächlich noch nicht erlebt: Fünf Minuten vor Spielbeginn war die Eversbuschhalle bis auf den letzten Platz gefüllt, einige Wenige hatten sogar das Nachsehen und mussten wieder nach Hause gehen… 800 Zuschauer wollten sich das Handballschmankerl der Allacher Buam gegen die Mannschaft der Füchse Berlin Reinickendorf nicht entgehen lassen und sie wurden nicht enttäuscht, denn im vollen Spieleraufgebot der Gäste an diesem Samstagnachmittag unter anderem fünf Spieler der derzeitigen deutschen U18/19 Nationalmannschaft! 

 

Um das Fazit vielleicht vorweg zu nehmen, die Allacher A-Jugendlichen traten im Vergleich zum Hinspiel im Fuchsbau nicht so unbeschwert und frech auf, die Füchse hingegen waren deutlich präsenter und fest entschlossen hier ihre ganze spielerische Stärke auszuspiele. Von Beginn an arbeiteten die Gäste sehr flexibel und aufmerksam in der Abwehr, sodass zunächst ein Großteil der Allacher Torwürfe im Block der körperlich deutlich überlegenen Gäste hängen blieben. Etwas frustrierend an dieser Stelle für die Gastgeber, zumal sie selbst, trotz schon in der Anfangsphase sehr guter Torhüterleistung von Louis Oberosler, in der Abwehr dem technischen Variantenreichtum zu wenig entgegenzusetzen hatten. So stand es nach nur 15 Spielminuten bereits 1:9 für die Jungfüchse, wobei vor allem die beiden im gesamten Spielverlauf überragenden Spieler der Gäste, Nils Lichtlein und Tim Freihöfer, jeweils vier Treffer erzielen konnten. Allach kämpfte in dieser Phase besonders darum, in der Partie anzukommen. Das 2:9 durch Stephan Seitz dann lautstark von der Tribüne bejubelt, war ein erster Fingerzeig darauf, dass man sich aus dieser schwierigen Startsituation heraus doch noch freispielen würde. Bis zum 5:11 in der 20. Spielminute konnten sich die Jungs herankämpfen, bis schließlich „Alt-Allacher“ Flo Zinn auf Seiten der Füchse den Beginn eines Fünf-Torelaufs einleitete. Somit ging das Team des Trainergespanns Krauß/ Heck/ Holzer/ Virag/ Sommer mit einem sehr deutlichen Rückstand von 8:18 in die Halbzeitpause.

 

Zurück auf der Platte behielten die Jungfüchse zwar stets die Oberhand in der Partie, allerding konnten nun auch die Allacher Buam ihre Angriffe häufiger in Zählbares verwandeln. Waren es in der ersten Halbzeit besonders Stephan Seitz und Philipp Hlawatsch, die sich im Torabschluss durchsetzen konnten, so schrieben sich nun auch Tassilo Bräu, Luca Hasekamp, Cedric Riesner, Vitus Baumgartner und Tobias Hübner in die Torschützenliste ein. Somit stand es 15 Minuten vor Abpfiff der Partie 14:25. Allach zeigte also wieder seinen großen Kampfgeist und begeistert wurde dieses wackere Halten der Tordifferenz durch die Fans in der Halle honoriert. Während Allach wenig später in Unterzahl spielte, konnten sich die Füchse noch einmal deutlicher absetzen (19:34, 52.Spielminute) und die Heimcoaches riefen ihre Mannschaft zum Team-Timeout zusammen. Das Schlussergebnis von 23:39 entsprach insgesamt dem Spielverlauf. Die vielfach deutliche Überlegenheit der Gäste, besonders in 1:1-Situationen und im Zug zum Tor, haben unterstrichen, dass das Berliner Team zu Recht verlustpunktfrei an der Tabellenspitze steht und wie bereits vor Beginn der Meisterrunde prognostiziert der „ganz heiße“ Anwärter auf den Titel des Deutschen Meisters ist.

 

Fazit: Der Beginn des Spiels legte aus Allacher Sicht leider den negativen Grundstein für dessen weiteren Verlauf. Der hier durch die Jungfüchse herausgespielte Vorsprung konnte von den Allacher Buam nie mehr annähernd aufgeholt werden. Die zweite Spielhälfte gestaltete sich dann deutlich ausgeglichener, die Abwehr kam besser zurecht und im Angriff trauten sich viele Spieler einiges zu und waren damit erfolgreich- die zweite Hälfte ging (nur) mit 15:21 an die Gäste. Auf Seiten der Gastgeber seien besonders die Torhüterleistungen von Louis und später auch vom eingewechselten Dennis Stegemann hervorgehoben. Zudem verwandelte Vitus drei von vier Siebenmetern direkt und einen im Nachwurf.

 

Die A-Jugendlichen bedanken sich ganz herzlich bei allen Zuschauern aus München und dem ganzen Umland für diese unglaubliche Handballkulisse! Dieses Gefühl, gegen solche hochkarätigen Gegner anzutreten und dabei von Hunderten angefeuert zu werden, das wird den Allacher Buam immer in Erinnerung bleiben!