mA1 - Vorbereitungsturnier in der Schweiz

Neue Gesichter, neue Gegner, neue Erkenntnisse

 

Endlich - 168 Tage nach dem letzten - wieder ein Handballspiel der Allacher A-Jugend. Vorbei das konditionelle Einzeltraining per Handy, inzwischen schon viele Trainingsminuten in den Beinen, fuhren die Jungs nach Cressier in der französischen Schweiz. Hier konnten sie drei Trainingsspiele gegen vorher unbekannte Mannschaften auf gutem Niveau absolvieren.

 

Erster Gegner war dann auch gleich der vermeintliche Favorit für die Schweizer Meisterschaft Lake Side Wacker Thun. Gegen diese begann das Team sehr konzentriert: Mit Aufwand in der Abwehr, die nur wenige Chancen gestattete, und flüssigem Angriffsspiel, bei dem der Ball gut lief, ging man schnell 4:1 in Führung und baute diese zur Pause bis zu einem 13:7 kontinuierlich aus.

 

Da das Team der Natur einer Jugendmannschaft gemäß mit dem Jahrgangs- auch einem größeren Personalwechsel hinter sich hat, konnte in der Folge viel Notwendiges probiert werden, so dass in der zweiten Hälfte erwartungsgemäß das Niveau nicht ganz gehalten wurde. Das Spiel jedoch behielt man unter Kontrolle. Auch wenn sich die Fehlerzahl häufte, so stand am Ende doch ein nie gefährdeter 25:21-Erfolg zu buche.

 

Als nächstem stand das Team von Andi Krauß der Traditionsverein GC Amicitia Zürich gegenüber. Dieser war in seinem ersten Spiel noch nicht so überzeugend gewesen. Woran es lag, ist schwer zu sagen, aber während sich die Züricher deutlich verstärkt zeigten, funktionierte nur noch wenig bei unserer Truppe. In der offensiven Abwehrformation fehlte die Aktivität und die Aufmerksamkeit, weshalb der Trainer auf eine defensivere 6-0-Variante umstellte - die ebenso aufgrund von zu passiven Verhalten nicht griff. Und während hier zu einfache Gegentore fielen, war das Spiel im Angriff zu statisch, man verzettelte sich in Einzelaktionen, es gab zu viele technische Fehler und obendrein ließ auch noch die Chancenauswertung zu wünschen übrig. Entsprechend der Zwischenstand von 4:10, wobei es eigentlich fast nur über den Kreis zu erfolgreichen Abschlüssen kam und dies es überhaupt noch ermöglichte im Spiel zu bleiben bis zum 10:15 Halbzeitstand.

 

Auch die zweite Spielhälfte war spielerisch kein Highlight, jedoch griff nun die taktische Umstellung auf eine offensive 4:2-Abwehr, die zu mehr Fehlern des Züricher Angriffs führte. Gleichzeitig wurde die Abschlussquote etwas gesteigert. Weiterhin gelang es aber ausschließlich über Einzelaktionen erfolgreich zu sein. Das aber immerhin so, dass man kurz vor Schluss mit 22:20 führte. Doch passend zum Spiel verschenkte man unnötigerweise diese Führung, so dass das ein qualitativ unbefriedigendes Spiel am Ende leistungsgerecht mit 23:23 unentschieden endete.

 

Entsprechend war der Charakter der Mannschaft gefragt und es folgten im dritten Spiel die besten 15 Minuten des Tages. Die erste Sechs legte fulminant los: Sowohl in der Abwehr, alle hochkonzentriert und mit viel Aufwand agierend, als auch im Angriff, mit viel Zug zum Tor auch wieder mit viel Bewegung den Ball laufen lassend, war der Spielstand bis zum 2:2 noch offen, ehe unser Team über 9:2 auf 15:6 hochverdient davonzog - dabei sogar noch beste Chancen liegen ließ. Mit dem Nachweis der angemessenen Reaktion konnte nun wieder im Sinne der Saisonvorbereitung ausprobiert werden. Entsprechend war die zweite Halbzeit nicht mehr so überlegen. An einem deutlichen Sieg, der am Ende mit 30:21 ausfiel, entstand zu keinem Zeitpunkt Zweifel.

 

Es war schon viel Gutes zu sehen, aber es steht den Akteuren auch noch ein größeres Stück Arbeit bis zur beginnenden Saison bevor. Hierfür Erkenntnisse zu sammeln, eigneten sich die Spiele hervorragend. Den Tag dieser bestens organisierten Veranstaltung beendeten die Jungs mit einem verdienten Abendbad im Genfer See.