wC1 - Trainingslager dahoam

Ungewisse Saisonvorbereitung findet ihren Höhepunkt

 

„Ungewissheit“, damit kann man die Saisonvorbereitung in diesem Jahr für alle Mannschaften beschreiben und unsere weibliche C1 macht da keine Ausnahme. Der Abbruch der letzten Saison kam abrupt, an ein gemeinsames Training war lange nicht zu denken, die Jugendqualifikation fiel aus und die störungsfreie Durchführung der kommenden Saison ist alles andere als sicher. Aber Bange machen gilt nicht und so bereitet sich das Team der wC1 motiviert auf eine weitere Saison in der Bayernliga vor. Nachdem das Mannschaftstraining bereits seit einiger Zeit wieder läuft und auch während der Sommerferien nicht unterbrochen wurde, war das Trainingslager am letzten Ferienwochenende sicher der Höhepunkt einer insgesamt eher ungewöhnlichen Saisonvorbereitung. Nicht zuletzt wegen Corona konnte und sollte das Trainingslager nicht auswärts stattfinden und so machte man aus der Not eine Tugend und organisierte ein „Trainingslager dahoam“: von Freitag bis Montag, mit zahlreichen Trainingseinheiten, zwei Freundschaftsspielen und Teamevents. Alles unter Beachtung der Coronavorgaben, es wurde dabei aber nicht weniger intensiv gearbeitet als in einer normalen Saisonvorbereitung, vielleicht eher im Gegenteil.

 

Sportliche Höhepunkte des Wochenendes waren sicherlich die beiden Freundschaftsspiele, die darüber Auskunft geben sollten, wo sich die wC1 momentan leistungsmäßig einordnen kann. Immerhin gab es seit Anfang März keine Möglichkeit, sich mit anderen Mannschaften zu messen. Aber auch wenn es „nur“ Freundschafts- und Trainingsspiele waren, so zeigten sie doch, dass das Team auf einem sehr guten Weg ist. Wurde die C1 des HCD Gröbenzell, die in der kommenden Saison in der Landesliga spielt, mit einem 51:7 geradezu deklassiert, war das Spiel gegen den TSV Schwabmünchen (der bayerische Meister der letzten Saison) der wichtige Gradmesser für die eigene Form. Hier verlor man zwar knapp 34:36 (gespielt wurden 3x20 Minuten), aber das war auch dem Umstand geschuldet, dass viel getestet und erprobt wurde. Insgesamt zeigte unser Team Engagement, Flexibilität und Spielfreude. Die Partie wogte hin und her, die Allacherinnen lieferten durchdachte Spielzüge und ein sehr belastbares Abwehrverhalten. Das Training hat sich ersichtlich ausgezahlt.

 

Aber das Trainingslager lässt sich nicht nur auf das rein Sportliche reduzieren, sollte sich doch auch ein neues Team zusammenfinden. Nach der letzten Saison drehte sich das Personalkarussell zwar nicht allzu schnell, so dass der Kern der Mannschaft blieb, aber von außerhalb und auch aus der letztjährigen D-Jugend stießen auch neue Spielerinnen dazu. Deshalb ist Teambuilding wichtig und das gelang an diesem langen Wochenende nicht nur in der Halle, sondern auch durch das oft unterschätzte „Drumherum“. Denn dass auch ganz andere sportliche Talente in der Mannschaft schlummern, zeigte ein Ausflug auf die Kartbahn nach Bergkirchen, bei dem rennfahrerisches Können gefragt war. Und (Vorsicht, Herr Vettel!) die Mädels können auch das.

 

Alle waren sich am Montagnachmittag einig, dass man ein zwar anstrengendes, aber in jeder Hinsicht gelungenes und ertragreiches Trainingslager hinter sich hatte. Es ist klar, dass so ein Wochenende nur durch den Einsatz von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie durch die Unterstützung von Sponsoren möglich war. Deshalb ein großer Dank: Zuerst und vor allem natürlich an die Trainer, Tom, Kathy und Dani, aber auch an das engere Organisationsteam (Anja, Susi und Ralf), das die Hauptlast der Vorbereitung und Durchführung trug. Dank aber auch an alle anderen, die durch kleine oder große Beiträge mitgeholfen haben. Auch das „Team hinter dem Team“ steht.

 

Das Fazit der bisherigen Vorbereitung: Das Beste aus der Situation gemacht, konzentriert gearbeitet und berechtigter Optimismus für die kommende Saison. Läuft alles so, wie es der Spielplan bislang will, dann steigt unsere weibliche C1 am 18.10. in die Bayernligasaison 2020/2021 ein – auswärts gegen Schwabmünchen.